Diagnose von Feigwarzen
Feigwarzen, der Mediziner spricht von Condylomata acuminata, ist eine durch Papillomviren hervorgerufene Feigwarzenbildung. Synonym für den Begriff Feigwarzen wird häufig die Bezeichnung Feucht- oder Genitalwarzen verwendet. Letztere geht auf den Umstand zurück, dass sich die Feigwarzen vornehmlich im Genitalbereich beziehungsweise am Anus bilden.
Zur Diagnostik von Feigwarzen genügt oftmals bereits die Inaugenscheinnahme betroffener Areal. Kommen in der Anamnese, also der Abfrage von Symptomen durch die Befragung des Patienten, noch Juckreiz und ein brennender Schmerz hinzu, lässt dies ebenfalls auf eine Condylomata acuminata Erkrankung hindeuten. Es ist jedoch anzumerken, dass diese Symptome nicht zwangsläufig auftreten müssen. Fehlen die Symptome, bleibt die Erkrankung nicht selten unbemerkt. Zur sicheren Diagnostik stehen dem behandelnden Arzt Testverfahren zu Verfügung, die sich in ihrer Spezifität unterscheiden. So lassen sich mittels Essigsäuretest betroffene Areale mittels Farbveränderung identifizieren. Jedoch ist der Farbumschlag nicht spezifisch für die Erkrankung mit Feigwarzen. Daher ist dieser Test in der Regel nur mit einer Differentialdiagnose sinnvoll. So kann beispielsweise eine Gewebeprobe des betroffenen Areals Abhilfe schaffen. Koilozyten, veränderte Plattenepithelzellen, gelten dabei als Marker für eine Infektion mit dem Virus.
Neben den genannten Feigwarzen Untersuchungsmethoden ist ein direkter Virusnachweis möglich. Dazu wird mit einem sterilen Teststreifen ein Abstrich der betroffenen Hautpartie genommen. Bei der Identifizierung des Virus kann dabei zwischen dem Sondenverfahren oder einer molekularbiologischen Variante mittels Polymerasekettenreaktion gewählt werden. Letztere ist teuer und aufwendig, jedoch sensitiver. Der Test gehört, aufgrund der Komplexität, nicht zu den klassischen Testverfahren. Ein direkter Virusnachweis im Blut ist nicht möglich.
Die bisher angesprochenen Diagnoseverfahren für Feigwarzen beziehen sich vornehmlich auf die äußere Anwendung. Für die innere Feigwarzen Diagnose werden, je nach Lokalität, die Kolkoskopie, Proktoskopie, Urethroskopie oder die Anoskopie angewendet.
Die Feigwarzen Diagnose ist bei ca. 15% der infizierten Patienten erschwert, da es zu keiner sichtbaren Ausprägung von Feigwarzen kommt. In diesem Fall liegt eine inapparente, also stumme, Erkrankung vor. Auch wenn keine äußere Symptomatik erkennbar ist, kann es sich bei dem betreffenden Patienten um einen Virusträger handeln.
Hinweise über die Behandlungsmöglichkeiten für Feigwarzen erhalten Sie hier